Körperfettmessung

DG-ES Deutsche Gesellschaft für Ernährung und Sport

Körperfettmessung – Das Gewicht zählt nicht allein

Körpergewicht allein ist kein zuverlässiger Indikator für gute Fitness und Gesundheit. Körpergewicht besteht aus Muskulatur, Fett, Knochen und Flüssigkeit. Das Gewicht einer Person, die regelmäßig Sport betreibt, wird überwiegend aus Muskelmasse bestehen. Diese Person wird zwar schwerer, aber dennoch gesünder sein als eine Person, die zwar Diät hält, möglicherweise ihr Gewicht aber nur an Muskelmasse reduziert. Die systematische Körperfettreduktion durch kombinierte Sport- und Ernährungsprogramme lässt sich nur durch regelmäßige Körperfettmessungen nachweisen und kontrollieren.

Gewichtsverlust und Fettverlust sind nicht das gleiche – eine genaue Messung bringt Klarheit

Körperfettmessungen geben detaillierten Aufschluss darüber, welchen Anteil am Körpergewicht die Fettmasse, die fettfreie Körpermasse und die Flüssigkeit ausmachen. In vielen Fällen zeigt uns die Waage eine Entwicklung des Körpergewichts an. Doch Gewichtsverlust heißt nicht immer gleich Fettverlust. Die Qualität der Gewichtsveränderung lässt sich schnell und einfach mittels einer professionellen Körperfettmessung bestimmen.

Körperfettmessung – Methodik

KFM bildeinstiege methodik BIAWer dauerhaft sein Körperfett reduzieren möchte, muss seine Ausgangssituation zunächst einmal wissen. Heute gibt es viele unterschiedliche Methoden, die Körperstruktur und damit auch den Körperfettanteil zu bestimmen. Die einzelnen Messsysteme unterscheiden sich in der Technologie sowie Menge und Qualität der ausgegebenen Daten.

Das Verfahren der Bioelektrischen Impedanzanalyse (BIA) beispielsweise nutzt die unterschiedliche elektrische Leitfähigkeit von Gewebetypen wie z. B. Muskeln, Organen und Körperfett, während sich die Nah-Infrarotlicht-Spektroskopie (NIR) die unterschiedliche Wirkung von Infrarot-Strahlen auf die einzelnen Gewebe zu Nutze macht. Die Anthropometrie mit Hilfe einer Fettmesszange (Caliper) oder eines modernen Ultraschall-Scanners ist ein Verfahren zur Ermittlung des Körperfettgehaltes an unterschiedlichen Messpunkten. Alle Messmethoden sind sehr effizient und aussagekräftig.

Besseres Wohlbefinden durch dauerhafte Körperfettreduktion

Der genaue Blick auf den Körperfettanteil ist entscheidend, wenn man dauerhaft Fett und nicht Muskulatur reduzieren möchte. Nicht zuletzt deshalb, weil die Zellmasse definiert ist als das stoffwechselaktive, sauerstoffverbrauchende Gewebe. Im Vergleich dazu ist das Fettgewebe aus physiologischer Perspektive ein eher „langweiliges“ Kompartiment, weil es wenig Energie verbraucht. Daher ist die tatsächliche Zusammensetzung des Körpergewichts aus Muskulatur, Fett, Knochen und Flüssigkeit für eine Bewertung des Allgemeinzustands relevant.

Eine professionelle Messung ist also Grundvoraussetzung für eine fundierte Beratung und gibt Aufschluss darüber, wie Körperfett und fettfreie Masse verteilt sind und wie diese Ergebnisse richtig interpretiert werden.

Mit einer professionellen Körperfettmessung kann man dann auch auf tägliches Wiegen verzichten und das Training und Ernährungsverhalten begleitend überprüfen und anpassen.

Gesunde Zellen fördern die Körperfettreduktion

bilder diagnostik fettmessung 1Wer über eine gesunde Zellmasse verfügt, kann seinen Fettgehalt leichter reduzieren! Der Zellanteil ist der prozentuale Anteil von Zellen innerhalb der Magermasse (Proteinmasse) und damit ein wichtiges Maß für den individuellen Ernährungs- und Trainingszustand. Daher beinhaltet eine umfassende Gesamtkörperanalyse detaillierte Informationen zu Zellmasse und Körperwasser. Die Verteilung von intra- und extrazellulärem Wasser führt wiederum zu Rückschlüssen auf die Stoffwechselregulationsfähigkeit, Säure-Basen-Gleichgewicht, Glykogenstatus (in Zellen gespeicherte Kohlenhydrate) und mögliche Hyperinsulinämie (erhöhter Insulinspiegel).

Wer bietet Fettmessung an?

Viele Anbieter aus den Bereichen Prävention und Gesundheit wie z. B. in der Allgemeinmedizin, in Beratungskonzepten für Fitness- und Sportstudios, Wellness-Hotels, Longevity Lounches, Apotheken und in verschiedenen Institutionen zur Gewichtsreduktion bieten eine professionelle Körperfettmessung als Ausgangsbasis für eine weitere sinnvolle Zusammenstellung von Therapie- oder Trainingskonzepten an. Unabhängig davon, welche Messmethode durchgeführt wird – Voraussetzung bei allen Verfahren ist immer eine korrekte Messdurchführung und eine kompetente Interpretation und Beratung.

Weiterführende Informationen erhalten Sie bei uns und auch Empfehlungen, wo Sie eine Fettmessung durchführen können.

Die Genauigkeit zählt

Die professionellen Fettwaagen beruhen auf dem Prinzip der BIA-Methode. Ein häufig auftretendes Problem bei Selbstmessungen mit Heimgeräten ist, dass diese Ergebnisse häufig nicht mit den Ergebnissen von Messungen mit professionellen Geräten übereinstimmen.

Ein Grund hierfür ist die Technik, die bei den unterschiedlichen Messverfahren eingesetzt wird. Bei den Heimgeräten ist ein Großteil der Ergebnisse bereits nach Eingabe von Gewicht, Alter, Geschlecht und Größe durch eine Formel vorherbestimmt. Es handelt sich daher eher um eine Fettberechnung als eine Fettmessung, die Abweichungen können daher sehr hoch sein.

Körperfettmessung – individuelle Methoden für unterschiedliche Bedürfnisse

Die Bioelektrische Impedanzanalyse – Ablauf & Technik

Die Bioelektrischen Impedanzanalyse – Ablauf und Technik

Die Bioelektrischen Impedanzanalyse (BIA) ist eine anerkannte, einfach durchführbare, nicht-invasive Messmethode. Basierend auf der Tatsache, dass Muskelgewebe aufgrund seines Wassergehaltes Strom besser leitet als Fettgewebe, wird bei diesem Verfahren ein schwacher, ungefährlicher Strom durch den Körper geleitet.

Aus den gemessenen Widerständen Resistanz und Reaktanz (die Resistanz liefert Informationen zum Wasserhaushalt, die Reaktanz zu Zellmasse und -integrität) wird unter Berücksichtigung personenbezogener Daten wie Größe, Gewicht, Geschlecht und Alter über Algorithmen die Körperzusammensetzung errechnet.

Referenzmethoden

Densitometrie & Dual-Energy-X-ray-Absorption (DEXA)

Densitometrie & "Dual-Energy-X-ray-Absorption" (DEXA)

Referenzmethoden sind wissenschaftliche Messverfahren, die zur Prüfung und Validierung von Messsystemen zur praktischen Anwendung von Körperfettbestimmung herangezogen werden.

Die hydrostatische (Unterwasser-) Wägung (Densitometrie) ist eine etwas aufwändigere Methode, bei der der ganze Körper unter Wasser getaucht wird. Je mehr Fett ein Mensch hat, desto leichter ist er unter Wasser, weil Fettgewebe eine geringere Dichte als Wasser hat, während Knochen- und Muskelmasse eine höhere Dichte aufweisen. Die Dichte von reinem Fett beträgt 0,9 g/cm3, bei der fettfreien Masse liegt der Dichtewert bei 1,1 g/cm3. Über die Körperdichte kann mit einer weiteren Formel das Körperfett berechnet werden. Dieses Verfahren wird allgemein als Referenzmethode zur Körperfettbestimmung herangezogen.

Bei der Doppelröntgen-Absorptionsmessung "Dual-Energy-X-ray-Absorption" (DEXA) wird der ganze Mensch mit schwach dosierten Röntgenstrahlen gescannt. Fett, Muskeln und Wasser schwächen die Strahlen unterschiedlich ab. Überwiegend findet dieses System Anwendung bei wissenschaftlichen bzw. medizinisch-diagnostischen Fragestellungen.

Wer dauerhaft sein Körperfett reduzieren möchte, muss immer auch seine Ernährungs- und Bewegungsgewohnheiten ändern wollen.

So reduzieren Sie Ihr Körperfett

Eine professionelle Körperfettmessung schafft eine fundierte Ausgangsbasis für eine weiterführende Beratung in Prävention und Therapie. Meistens basieren überhöhte Körperfettwerte auf falschen Ernährungs- und Bewegungsverhalten. Daher ist neben einer validen Messtechnik gerade auch eine fachlich wertvolle Begleitung für ein ganzheitliches Konzept zur Steigerung der Vitalität wichtig.

 

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